Grundlegendes
- ausreichend energiearme Flüssigkeit
- Rohkost, Gemüse, Obst, Salate
- Getreideprodukte, möglichst in der Vollkornvariante
- fettarme Milch und Milchprodukte
- hochwertige pflanzliche Öle und Streichfette in reduzierter Form
- 2 bis 3 Mal pro Woche kleinere Fleischportionen
- 1 bis 2 Mal pro Woche Seefisch
Energiebedarf
Nährstoffe
Der Eiweißbedarf steigt in der Schwangerschaft durch die erhöhte Zellbildung zur Versorgung von Muskeln, Knochen, Organen und Bindegewebe. Sie und Ihr Ungeborenes benötigen Eiweiß zur Vermehrung des Blutvolumens sowie zum Aufbau der Gebärmutter. Gute Eiweißlieferanten sind mageres Fleisch, Geflügel, Fisch, fettarme Milch und Milchprodukte, Hülsenfrüchte sowie Kartoffeln. Milchprodukte enthalten neben hochwertigem Eiweiß auch wichtiges Calcium.
Wählen Sie Fette behutsam aus, denn bei schwangeren Frauen treten häufig Stoffwechselstörungen auf. Wichtig ist die Qualität von Ölen und Fetten, die generell sparsam eingesetzt werden sollen. Bevorzugen Sie hochwertige, pflanzliche Öle und achten Sie auf versteckte Fette in Wurstwaren, Fleisch, Süßwaren und Fertiggerichten.
Kohlenhydrate, idealerweise die Basis Ihrer Mahlzeit, sind in Getreideprodukten (vorzugsweise in der Vollkornvariante), Kartoffeln, Gemüse und Obst enthalten. Diese Nahrungsmittelgruppen enthalten zudem Vitamine, Mineralstoffe sowie Ballaststoffe, die Ihre Darmtätigkeit in Schwung bringen. Vermeiden Sie Kohlenhydrate in Form von Süßwaren, um Blutzuckerschwankungen und eine erhöhte Gewichtszunahme zu verhindern.
Essentielle Nährstoffe
Der Bedarf an Folsäure ist während der Schwangerschaft doppelt so hoch, vor allem zur Verminderung des Risikos von Fehlentwicklungen des Rückenmarks und Nervensystems. Zu finden ist Folsäure in Kartoffeln, Gemüse (Gurken, Kichererbsen, Kohlsorten, Sojabohnen, Spargel, Spinat, Tomaten und Weizenkeimen), Obst (Orangen und Weintrauben), Vollkornprodukten, Erdnüssen, Fleisch und Milchprodukten.
Die erhöhte Blutbildung in der Schwangerschaft verlangt nach der doppelten Menge Eisen. Eisen steckt in grünem Gemüse, einigen Obstsorten (beispielsweise getrockneten Aprikosen), Hülsenfrüchten und Getreideprodukten (beispielsweise Hirse, Quinoa, Amaranth oder Sesamsamen) sowie vor allem in Fleisch. Eisen aus fettarmem Fleisch und fettarmer Wurst nimmt der Körper am besten auf. Steigern Sie die Eisen-Aufnahme, indem Sie Vitamin C-Haltiges (beispielsweise Orangensaft) gemeinsam mit eisenhaltigen Lebensmitteln verzehren.
In der Schwangerschaft sollten Sie den Basisbedarf an Calcium, ca. 1000 mg täglich, um 20% erhöhen, um den Knochenaufbau Ihres Babys zu unterstützen. Calcium ist am einfachsten über magere Milch, magere Milchprodukte und magere Käsesorten aufzunehmen. Auch Gemüse (Brokkoli, Fenchel, Grünkohl und Lauch), Hülsenfrüchte, Nüsse, bestimmte Mineralwasser und mit Calcium angereicherte Fruchtsäfte sind geeignet.
Eine ausreichende Magnesium-Aufnahme beugt vorzeitigen Wehen vor. Natürliche Lieferanten sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Fleisch und Gemüse. Wenn Sie Eisenpräparate einnehmen, wird die Aufnahme von Magnesium behindert. Stimmen Sie gegebenenfalls die Einnahme von Präparaten zeitlich aufeinander ab.